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V-Ausschnitt #2: revival
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V-Ausschnitt #2: revival

05.09.2008

 

Einlass ab 20.30 Uhr, Beginn bei Einbruch der Dunkelheit (ca. 21.30 Uhr)

 

Gezeigt werden:

 

Guillaume Bijl, James Ensor in Oostende, 2000, 1:50 min

Rebecca Horn, Eintänzer, 1978, 45 min

John Baldessari, Baldessari Sings LeWitt, 1971, 15 min

Guy Ben-Ner, Wild Boy, 2004, 17 min

Francesco Vezzoli, Trailer for a Remake of Gore Vidal’s “Caligula“, 2005, 11:08 min (ab 18!)

 

 

 

Zum Programm:

 

Revival ist der zweite Teil in der Reihe „V-Ausschnitt. Film- und Videokunst aus der Sammlung des Museum Ludwig“, die die jungekunstfreunde gemeinsam mit Frau Dr. Barbara Engelbach (Museum Ludwig) veranstalten.

 

Am 5. September wird ein Ausschnitt der Videosammlung rund um den Themenbereich der „Wiederbelebung“ gezeigt. Revival bewegt sich in diesem Zusammenhang zwischen Remake und Reenactment, Wiederaufnahme und Neuinszenierung.

 

Guillaume Bijls Arbeit täuscht zum Beispiel vor, Footage-Material aus der Frühzeit des Films zu sein, das den Maler James Ensor zeigt. Der Film ist so überzeugend, dass man nicht glauben würde, eine Kopie zu sehen, zu der das Original fehlt.

Rebecca Horn führt in „Eintänzer“ ihre eigenen frühen Performances noch einmal auf. Nun sind sie aber in eine surreale Geschichte um ein New Yorker Appartement eingebunden, die sich als sinnliche Inszenierung der Erfahrungen von Hören, Sehen, Schmecken, Tasten entpuppt.

John Baldessaris Video ist eine Rezitation von Sol LeWitts berühmten „Paragraphs on Conceptual Art“ von 1967. Seine ungewöhnliche Art, den Text in verschiedenen Pop-Melodien zu singen, weist nicht nur auf seinen eigenen spielerischen Umgang mit Konzeptkunst, sondern auch auf die Schwierigkeiten ihrer Vermittlung hin.

Guy Ben-Ner hat mit seinem Sohn in der Küche seiner Wohnung gleich eine mehrfache filmische Hommage verwirklicht: Die Szenen beleben Charlie Chaplins "The Kid" und Francois Truffauts "L'enfant sauvage" neu.

Francesco Vezzolis Arbeit ist ein Fake-Trailor für die Neuaufführung eines Spielfilms, der damals, 1979, skandalträchtig war: Caligula. Mit einem Hollywood-ähnlichen Budget und Cast (Helen Mirren, Adriana Asti, Milla Jovovich, Courtney Love), sowie einer Menge Orgien und Exzessen ist Vezzolis Caligula ein pompöses Statement zu Kitsch und Glamour, Hommage und Hollywood, Entertainment und Obsessionen.

 

Vor und nach der Projektion laden wir euch ein, den Spätsommerabend auf der Dachterrasse zu beschließen - mit Bar und Musik!

 

 

Reihe
Studenten
Ort
Dachterrasse des Museum Ludwig, bei schlechtem Wetter im Kinosaal
Datum
05.09.2008
Beginn
20:30 Uhr
Preis
Eintritt 4,- €, Mitglieder frei