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13.03.2008
Kultursponsoring ist Imagepflege zugunsten der Kunst. In den USA ist es beispielsweise weit verbreitet, dass private Förderer und große Unternehmen Ausstellungen finanziell unterstützen. Langsam schwappt dieser Trend auch nach Deutschland und Firmen entdecken die positive Wirkung, wenn ihr Name im Rahmen einer Kunstschau publikumswirksam erscheint. Doch wo genau profitieren die Museen und Ausstellungsmacher?
Am Beispiel der Impressionisten-Ausstellung lassen sich die vielfältigen Aspekte der Zusammenarbeit von Kunst und Wirtschaft gut nachvollziehen. Denn schon vor ihrer Eröffnung ist die Kölner Ausstellung durch den gefälschten Monet in aller Munde und in den Medien. Doch eigentlich 'verdankt' das Wallraf diese Entdeckung indirekt auch den Sponsoren. Denn ohne die großzügigen Mittel für das Forschungsprojekt zur "Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus" wäre die Fälschung vielleicht nicht erkannt worden und das möglicherweise von Manet stammende Gemälde noch das Werk eines unbekannten Malers.
Besonders so umfangreiche Projekte – dieses startete bereits 2002 – und aufwändige technologische Untersuchungen, wie sie die Kölner Wissenschaftler und internationalen Experten vorgenommen haben, erfordern einen solventen Partner. Aber auch so hochkarätigen Leihgaben aus Paris, London und Chicago mit ihren Transport- und Versicherungskosten sind einem Museum eher möglich, wenn das finanzielle Polster etwas dicker ist.
Am Ende profitieren vom Kultursponsoring somit beide Partner: das Museum ist imstande umfangreich zu forschen und zugkräftige Ausstellungsstücke zu zeigen, während das Unternehmen 'was Gutes tut' und sich nah am Kunden präsentieren kann. Gewinner ist letztendlich der Besucher, der sich an einer schönen Ausstellung erfreuen kann.
- Reihe
- stART
- Ort
- Wallraf
- Treffpunkt
- Foyer
- Datum
- 13.03.2008
- Beginn
- 19:00 Uhr
- Preis
- EUR 10,- / 5,-
- Teilnehmer
- max.25
- Anmeldung bis
- 12.03.2008