Superheroes
Sammlerbesuch
08.05.2010
Up, up and away! Zu entdecken ist eine Hochburg des Comics in der Kölner Südstadt. Ein Privatmann, der schon als fünfjähriger Junge Comic-Hefte verschlang und später Golden Age Comics aus dem 2. Weltkrieg sammelte, ist bereit in seinen privaten Räumen seine Schätze zu zeigen. Aus der frühen Leidenschaft erwuchs eine Sammlung, schließlich ein Archiv und seit 2008 eine Stiftung. Hätte er kein System entwickelt und hätte er keine Form gefunden sie zu bewahren, so wäre seine umfangreiche Sammlung ihm schon längst über den Kopf gewachsen. Denn wie erwirbt, sortiert und lagert man in privaten Räumen eine so großartige Sammlung von Superheros? Und wie erschließt und erhält man sie für Zeitgenossen und nachkommende Generationen?
Seit über siebzig Jahren agieren Superheros in Comics. Der erste unter ihnen wurde 1938 als „Superman“ von zwei jüdischen Emigranten-Teenagern in Cleveland, Ohio kreiert. Sie statteten ihn als Mythos des Guten mit übermenschlichen Kräften aus. Seitdem kämpft er seinen unermüdlichen Kampf gegen das Böse. Supermans Dienst an der Menschheit zog vor allen Jugendliche und Soldaten in den Bann. Schon nach 7 Jahren verzeichneten die Comics der Superhelden 300 Millionen verkaufte Hefte.
Heldenverehrung ist nicht jedermanns Sache. Vor allem nach dem 2. Weltkrieg gab es Eltern, die kriegsmüde, die heißgeliebten Comic-Hefte von Superman, Batman und Spider-Man vor den Augen ihrer Kinder zerrissen und verbrannten. Diese Väter hätten es wohl nicht getan, wenn sie geahnt hätten, dass auf einer Auktion im Februar 2010 das erste 10 Cent Heft von Action Comics für eine Million Dollar hätte verkauft werden können.
Und wie geht es heute den Superhelden?
Die Superheros verbreiten sich mehr denn je. Sie sind im Einsatz für und gegen den Krieg. Sie sind in allen Kontinenten heimisch, als reale und irreale Helden. Es gibt sie sogar im kuriosen Doppelpack. Als frisch gewählter US-Präsident zählte Barak Obama bestimmt zu den realen Superhelden, als solcher outet sich Obama auf einem Cover als langjähriger Leser von Spider-Man. Da kann man sich fragen, welcher von den beiden Helden stärkt wen? Der Reale den Irrealen? Oder doch umgekehrt?
Die Geschichte zeigt: Jedes Zeitalter hatte seine Superhelden.
Doch wozu braucht der Mensch seine Helden? Dies ist nur eine von vielen Fragen.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Südstadt Köln
- Treffpunkt
- Wird bei erfolgreicher Anmeldung bekannt gegeben.
- Datum
- 08.05.2010
- Beginn
- 14:45 Uhr
- Preis
- 0,- Euro
- Teilnehmer
- max.15