Stilles Obst und tote Tiere
09.09.2004
Das Wort Stillleben kam im 17. Jahrhundert in den Niederlande auf und bezeichnete in der Regel Darstellungen mit reglosen oder unbelebten Gegenständen. Dargestellt wurden Blumen, Tiere, Früchte, Geschirr, Instrumente usw. Aber zu allen Zeiten haben die Maler die Herausforderung angenommen die Natur auf eine perfekte Weise wiederzugeben und so reichen die Gemälde in der Ausstellung von den Anfängen in mittelalterlichen Tafelbildern über das 17. bis hin zum 19. Jahrhundert.
Betritt man die Räume der Ausstellung wird man fast geblendet von einem riesigen Strauß bunter Blumen. Von einer solchen Farbenpracht und Natürlichkeit ist das Gemälde, dass man auf den ersten Blick am Liebsten an dem Bild riechen möchte. Bei näherem hinsehen entdeckt man bei diesem und allen anderen Bildern zahllose faszinierende Details, Motive und Farben. Aber erst wenn die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Symbolen verknüpft werden, wird man das Bild lesen können. Denn die zu sehenden Motive wurden so arrangiert, das über die bloße Nachahmung hinaus eine tiefere Bedeutung deutlich wird. So weisen die gezeigten Arbeiten in ihren einzelnen Themen durchaus Hintersinn auf: vom christlichen Mahlzeitenbild über das "memento mori" (Gedenke des Todes!), das durch Symbole der Vergänglichkeit wie das zersprungene Glas gleichzeitig Schönheit und Verfall darstellt, bis zum Atelier- und Jagdstillleben.
Einen interessanten und kurzweiligen Einblick in die Welt der Stillleben wird uns der stellvertretende Direktor und Kurator Dr. Mai geben.
Die Führung wird ca. eine Stunde dauern. Hinterher können wir bei Kaffee oder Kölsch weitere Fragen stellen.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Wallraf-Richartz-Museum
- Treffpunkt
- Museumskasse
- Datum
- 09.09.2004
- Beginn
- 16:00 Uhr
- Preis
- Museumseintritt / Mitglieder frei
- Teilnehmer
- max.20
- Anmeldung bis
- 06.09.2004