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Remembering Forward
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Remembering Forward

05.02.2011

 

Besonders intensiv war bei „Remembering Forward“ der Betreuungsbedarf der Journalisten: Bis zu einer Stunde nahmen sich die Presseabteilung und Kuratoren der Ausstellung pro Pressevertreter Zeit, um die Besonderheiten der Schau zu vermitteln. Denn während es in australischen Museen als Selbstverständlichkeit gilt, indigene Kunst neben westlich geprägter Kunst zu präsentieren und auch die gezeigten KünstlerInnen in Australien bekannte Größen sind, ist ein solches Ausstellungsprojekt in einem Kunstmuseum in Europa eine Ausnahme. Viel Mehrarbeit also für die PR-Abteilung!

 

So liegen zwischen den ausgestellten Werken und der westlichen Kunst inhaltlich Welten, die es zu erklären gilt: Während in Europa oder Nordamerika die Abstraktion als Gegenpol zur gegenständlichen Malerei verstanden wird, sind die Streifen und Punkte beispielsweise auf Bildern von Emily Kame Kngwarreye auf Leinwand gebrachte Elemente von Körpermalerei oder die Darstellung des eigenen Landes. Kein Auflehnen also gegen einen bestehenden Kunstgeschmack, sondern Geschichten aus der Traumzeit und Bestandteil gelebter Kultur, welche Gegenwart, Vergangenheit und Zunft verbindet - Remembering Forward!

 

Neue Wege zu gehen war daher auch die Aufgabe der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die just jene ersten Assoziationen mit Australien wie Ayers Rock oder Kängurus und der Kunst der Aborigines zu überwinden hatten. Dafür wurde die Ausstellung zunächst mit einem Blog vorbereitet und individuelle Apps erstellt. Es gab und gibt mehrere Gewinnspiele, bei welchen u.a. Flüge nach Australien zu gewinnen sind. Auch auf der traditionellen Vermittlungsebene ging man andere Wege: Das Begleitheft gibt’s erstmalig umsonst, und auch der Katalog entwickelt sich zum Bestseller der letzten Jahre.

 

Welche Hürden und Besonderheiten „Remembering Forward“ für die PR-Abteilung darstellte, die als Ausstellung nach anfänglicher Zurückhaltung inzwischen vom Publikum gut angenommen wird, darüber berichten Valeska Schneider und Christiane Wanken.

 

 

Reihe
stART
Ort
Museum Ludwig
Treffpunkt
Gardarobe im Foyer
Datum
05.02.2011
Beginn
15:00 Uhr
Preis
6,- / 13,- EUR
Teilnehmer
max.25
Anmeldung bis
04.02.2011