Neue Medien, moderne Kunst
07.10.2010
Das Entree zur Ausstellung bildet dabei das „Brandenburger Tor“. Diese 1992 entstanden Arbeit des „Vaters der Videokunst“, Nam June Paik, verweist über ihr architektonisches Zitat hinaus noch auf eine ganz andere Ebene: Obgleich kurz nach dem Mauerfall entstanden, zeigt diese Videoinstallation Bilder von Künstlern wie John Cage oder Karlheinz Stockhausen, die in den 1960er Jahren der Kölner Szene angehörten „Apollovision“ wiederum, eine Film-Sound-Komposition eines weiteren Veterans der Videokunst, Ferdinand Kriwet, widmet sich dem Mondflug.
Diese Kunstwerke bilden dabei nur einen kleinen Ausschnitt der insgesamt 55 gezeigten Installationen und mehr als 270 weiteren Arbeiten namhafter Künstler, die an Videosichtplätzen einsehbar sind. Über fünf Jahre hinweg hat die Kuratorin Dr. Barbara Engelbach in den Beständen des Museums nach solchen Werken geforscht, und damit die Grundlage für diese vielfältige Überblicksschau geschaffen.
Tatsächlich taten sich Museen lange schwer mit Film und Video: Bewegte Bilder gehörten ins Kino oder Fernsehen, Video galt als Hilfsmittel zur Dokumentation. So ist die Kölner Situation umso bemerkenswerter. Aktuell gibt das Museum Ludwig nun mit der Ausstellung „Bilder in Bewegung. Künstler & Video/Film“ einen Einblick in die umfangreiche Sammlung des Hauses und die Entwicklung dieser bedeutenden Kunstrichtung der letzten Jahrzehnte.
Gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Barbara Engelbach spüren wir den Wurzeln von Film und Video in der Kunst nach.
- Reihe
- stART
- Ort
- Museum Ludwig
- Treffpunkt
- Foyer
- Datum
- 07.10.2010
- Beginn
- 18:30 Uhr
- Preis
- 6,- / 13,- EUR
- Teilnehmer
- max.30
- Anmeldung bis
- 06.10.2010