Nachgebohrt
Kölner Dom - Zugang zum Südturm
11.02.2011
Die beiden Türme des Kölner Doms prangen als Wahrzeichen auf zahlreichen Werbemitteln. Jeder erkennt sie im „Doppelpack“.
Doch wenige wissen, dass im Januar 2008 gerade die Hauptattraktion, der Südturm mit seiner Aussichtsplattform und dem Glockengestühl, einer gewaltigen und „fundamentalen“ Baumaßnahme unterzogen wurde, die dank eines Expertenteams in nur 14 Monaten Bauzeit glückte. Von diesem mutigen Unterfangen wird der Architekt des Bauwerks, Kaspar Kraemer berichten:
Der Neubau eines Zuganges zum Südturm des Kölner Doms mit einem Domeigenen Kiosk wurde im Frühjahr 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Hausherrschaft der Hohen Domkirche zu Köln hatte dieses Wagnis in Angriff genommen, um dem jährlichen Ansturm von 6-7 Millionen Besuchern auf den Dom gerecht werden zu können. Mit dem neuen Anbau können nun 500.000-600.000 Menschen, die Jahr für Jahr den Südturm besteigen wollen, außerhalb des Sakralbaus geleitet werden.
Auf die Würde des Ortes hat der Architekt mit einer strengen und minimalistischen Architektur geantwortet. Zwei Kubusbauten sind dabei entstanden, die einen Lift zum Parkhaus und dem Domkiosk beherbergen. Bei besonders schwierigen Arbeitsbedingungen hatten Architekten, Statiker, Fachingenieure und Bauschaffende in Nachtarbeit das Fundament des Südturms in einer Breite von 7 Metern und einer Tiefe von 11 Metern durchbohrt. 500 Tonnen Basalt und Tuffstein wurden bewegt, ohne dass das filigrane Dombauwerk erschüttert werden durfte.
Neben den funktionalen Anforderungen, die zu lösen waren, ist ein atemberaubender Blick auf den Südturm des Doms von seinem nun erst sichtbaren mittelalterlichen Fundament bis zur Turmspitze geschaffen worden.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Köln
- Treffpunkt
- Wird bei erfolgreicher Anmeldung bekannt gegeben.
- Datum
- 11.02.2011
- Beginn
- 17:00 Uhr
- Preis
- € 0,-
- Teilnehmer
- max.25
- Anmeldung bis
- 07.02.2011