Mit Zen im MOK
07.07.2005
Anlässlich des Weltjugendtages zeigt das MOK (Museum für Ostasiatische Kunst) in einer Sonderausstellung japanische Zen-Kunst. Zen ist die japanische Richtung des Buddhismus, die durch Meditation die Erfahrung der Einheit allen Seins und damit absolute Selbstbeherrschung zu erreichen sucht. Der Zen-Buddhismus etablierte sich in Japan in der Muromachi-Zeit (1333-1568), in der er die geistige Grundlage des Rittertums bildete. Seitdem spielt der Zen im japanischen Geistesleben eine überragende Rolle.
Es entwickelte sich eine Ästhetik, von der die Literatur ebenso wie die Künste der Teezeremonie, des Blumensteckens, des Bogenschießens, des Tanzens durchdrungen waren. Vor allem aber in der Tuschmalerei, die im 14./15. Jahrhundert von China übernommen wurde, offenbarte sich der Geist des Zen. Die Zen-Kunst unterscheidet sich von der traditionellen buddhistischen Kunst durch ihre Schlichtheit, die Beschränkung auf die einfachen Medien Tusche und Papier und Bildmotive, die aufgrund ihrer spontanen, freien Ausführung von der spirituellen und künstlerischen Reife des Künstlers zeugen.
Frau Dr. Adele Schlombs, die Direktorin des MOK, wird uns einen Einblick die japanische Zen Kunst gewähren und uns erklären, dass die technischen Kenntnisse für die Ausübung der verschiedenen Künste nicht genügen. Die Technik muss überschritten werden, so dass das Können zu einer „nichtgekonnten Kunst“ wird, die aus dem Unbewussten erwächst.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Museum für Ostasiatische Kunst (MOK)
- Treffpunkt
- Eingangshalle des MOK, Universitätsstraße 100
- Datum
- 07.07.2005
- Beginn
- 17:00 Uhr
- Preis
- Museumseintritt
- Teilnehmer
- max.25
- Anmeldung bis
- 06.07.2005