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Mit Frack und Linse
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Mit Frack und Linse

15.06.2005

 

Erich Salomin pflegte zu vielen Berühmtheiten, die er fotografierte, eine persönliche Beziehung. Seinem familiären Hintergrund, aber auch seiner eigenen Umgänglichkeit verdankte er zahlreiche persönliche Kontakte, die ihm den Zugang zu den interessantesten Schauplätzen erleichterten. Er war stets elegant gekleidet, meist in Frack oder dunklem Anzug. Durch seine diskrete Fototechnik schien er immer ein Teilnehmer der jeweiligen Veranstaltung zu sein. Seine Bilder zeigen das Private und Menschliche hinter den Fassaden der Ereignisse. Diese Sicht auf politische Zusammentreffen und Politiker war neu und revolutionär. Seine Fotos zeigen Politiker, Künstler und Gelehrte in entspannter Atmosphäre und den unterschiedlichsten Stimmungen. Er dokumentierte eine schnell untergegangene bürgerliche Epoche. Salomon war der Erste, der seine Bilder in Zeitschriften namentlich veröffentlichte und so erfolgreich wurde. Trotz seiner Beharrlichkeit waren seine Aufnahmen nie indiskret, er war nie auf der Jagd nach Skandalen. Aufgrund der Machtergreifung der Nazis musste er nach Holland ins Exil fliehen, wo er noch einige Jahre eingeschränkt weiterarbeiten konnte, doch er wurde denunziert und starb in Auschwitz.

Die SK-Stiftung zeigt noch eine weitere Position der Reportage- Fotografie. Neben Erich Salomon werden auch Werke von Barbara Klemm ausgestellt. Ihre schwarz-weiß Fotografien dokumentieren u.a. die Friedens- und Studentenbewegung der 80er Jahre und die Wiedervereinigung 1989. Barbara Klemm arbeitete über 40 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und wurde u.a. mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis ausgezeichnet.

 

Reihe
Studenten
Ort
SK Stiftung-Kultur
Treffpunkt
Mediapark 4
Datum
15.06.2005
Beginn
16:00 Uhr
Teilnehmer
max.15
Anmeldung bis
10.06.2005