Mehr als eine Ruhrpott-Zeche...
Fotografie
29.08.2006
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur zeigt in ihrer Ausstellung das Werkkonvolut der Zeche Concordia in Oberhausen. Die rund 200 Aufnahmen entstanden in den Jahren zwischen 1967 – 1970 und die meisten von ihnen werden erstmalig präsentiert.
Seit Ende der 1950er Jahre arbeiten Bernd und Hilla Becher an dem Thema der Dokumentation industrieller Bauformen. Das konsequente methodische Vorgehen der Künstler in über vier Jahrzehnten führte zur Erschließung der ungeahnten ästhetischen Vielfalt industrieller Zweckbauen und ihrer Bewahrung im Bild. Das Erstellen von Typologien – z.B. das Fotografieren eines Förderturms aus verschiedenen Perspektiven – trägt dazu bei, die Industriebauten in einem anderen Licht erscheinen zu lassen, neue Blickwinkel zu eröffnen und ihren eigentümlichen Charme zu offenbaren.
Die Oberhausener Zeche wurde Ende 1960 geschlossen und eröffnete dem Künstlerpaar ein wichtiges Arbeitsterrain. „Die Zeche Concordia ist eine für das Ruhrgebiet ausgesprochen typische Anlage, gerade zu ein Exempel [...]. Sie war für uns wie eine ganze Stadt, die mit ihren vielen Bauten [...] besonders attraktiv war.“ (Bechers, 2006)
Parallel wird in einem Nebenraum die Werkgruppe der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebiets ausgestellt. Die Bilder werden so präsentiert, dass sie zu einem spannenden Formenvergleich anregen, was an das methodische Vorgehen bei der Dokumentation der Zeche anschließt. Ebenfalls thematisch angebunden ist eine Auswahl aus der Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften, 1927 – 1935, von Albert Renger-Patzsch. Diese ermöglicht Einblicke in die charakteristische Lebens- und Arbeitswelt des Ruhrgebiets.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- SK Stiftung Kultur/ Photographische Sammlung
- Treffpunkt
- Im Mediapark 7
- Datum
- 29.08.2006
- Beginn
- 16:00 Uhr
- Preis
- 4,50 €; ermäßigt 2,50 €
- Teilnehmer
- max.20
- Anmeldung bis
- 26.08.2006