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Kunstvoll Kunst wohnen
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Kunstvoll Kunst wohnen

26.01.2005

 

Wer Bilder sammelt hat immer etwas zu erzählen. Ein privater Sammler hatte den richtigen Riecher für die Kunst seiner Zeit. Während andere in den sechziger und siebziger Jahren bei der Betrachtung von Baselitz Bildern sich erschreckt abwandten und die Nase rümpften, bevölkerte er sein Wohnzimmer mit einsamen Riesen. Wie Ausgesetzte rücken sie dem Betrachter zu Leibe und vermitteln, dass kein Ort nirgends, weder in diesem Wohnzimmer noch sonst auf dieser Erde, ihnen Raum bieten kann. Wie lebt man in solch einem Wohnzimmer? Und wie in einem Garten, wo neben einladenden Tischen und Bänken, Formen und Figuren Platz gefunden haben, die das Gefühl unerträglichen Drucks ausstrahlen? Einzelne Teile dieser Plastiken von Gary Kuehn scheinen auseinander bersten zu wollen, doch sind sie mit Bolzen, Drähten und Zwingen so fest zusammengehalten, als wären sie ihrer Natur beraubt und könnten weder leben noch sterben.

Für diejenigen, die mit uns im Atelier von Peter Zimmermann waren, ergibt sich außerdem die Gelegenheit die frühen Kontext-Arbeiten des Künstlers zu sehen.

Der Sammler wird uns offen und freimütig mit einem feinen Sinn fürs Absurde von Kunst, Künstlern und Leidenschaft erzählen. Am Ende werden wir uns fragen, ob Sammeln nicht eine überzeugende Form ist, sich dem Wesen der Kunst zu nähern.

 

 

Reihe
Studenten
Ort
Privatsammlung
Treffpunkt
Goethestrasse (Marienburg)
Datum
26.01.2005
Beginn
16:00 Uhr
Teilnehmer
max.15
Anmeldung bis
22.01.2005