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Kunst ist was man sieht
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Kunst ist was man sieht

07.10.2005

 

Die Assemblagen, Zufallsbilder und Event-Partituren George Brechts führen zurück in die wilden 60er und 70er Jahre, als das Rheinland und insbesondere Köln zum Zentrum moderner Kunst und damit experimenteller Fluxustätigkeit wurde.

Gab der „Motor Vecihle Sundown Event“ als Konzert für motorbetriebene Fahrzeuge zur Ausstellungseröffnung bereits einen Einblick in die brechtschen Fluxus-Events, so sind es in den Räumlichkeiten des Museum Ludwig insbesondere Event-Objekte, die zur Betrachtung einladen. Zum Event werden die Alltagsgegenstände hier jedoch erst durch das aktive Dazutun des Betrachters. Scheinbar in sinnlosen Zusammenhängen angeordnet regen die Kunstwerke zum weiterzudenken an, aber durchaus auch dazu, sie zu bewegen, zu verändern und weiterzuentwickeln. Dass diese ursprüngliche Intention Brechts heute mit den konservatorischen Bestrebungen von Sammlern und Museen kollidiert, ist naheliegend.

Die Kunst Brechts führt jedoch noch weiter zurück bis zum Beginn des 20. Jahrhundert, als Marcel Duchamp erstmals mit der Präsentation eines Pissoirs und der Benennung desselben als Kunstwerk die Kunstwelt vor den Kopf stieß und für immer veränderte. Sowohl Duchamp als auch John Cage, beide Revolutionäre innerhalb der Kunst- bzw. Musikwelt, können als maßgebliche Inspirationsquelle Brechts genannt werden.

 

Thematisiert werden soll auf der Veranstaltung zu George Brecht daher nicht nur ein sich veränderter Kunstbegriff, sondern auch die dadurch entstehenden Freiheiten und Möglichkeiten, wie sie sich am Werk von George Brecht zeigen.

stART widmet sich im Oktober dem Konzept einer der einflussreichsten Künstlerpersönlichkeiten des Fluxus, die ihren Zugang zur Kunst über ein gänzlich unkünstlerisches Berufsfeld fand und maßgeblich nachfolgende Künstlergenerationen beeinflusste.

 

 

Reihe
stART
Ort
Museum Ludwig
Treffpunkt
Foyer im Museum Ludwig
Datum
07.10.2005
Beginn
19:00 Uhr
Preis
Mitglieder 7,-€; Nichtmitglieder 14,-€
Teilnehmer
max.25
Anmeldung bis
05.10.2005