Jäger des verlorenen Schatzes
08.03.2006
Als „Miss Marple der Kunst“ bezeichnet, ist das kriminalistisches Gespür von Frau Seegers und ihren Mitarbeitern ein wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit. Behilflich dabei ist jedoch vor allem die private Datenbank des Art Loss Register, in welcher über 120.000 Kunstwerke, Sammlerstücke und Wertgegenstände registriert sind. Darunter befinden sich nicht nur von Einzelnen gestohlene Stücke, sondern auch als Beutekunst in der Zeit des Nationalsozialismus oder während des Irak-Krieges entwendete Gegenstände, denen das ALR nachspürt.
Doch nicht nur der Polizei ist das ALR behilflich: als Anlaufstelle für Museen, Auktionshäuser oder Kunsthändler können sich hier alle Akteure des Kunstbetriebes Echtheitszertifikate ihrer Werke ausstellen lassen. Dafür wacht das ALR mit Argusaugen über die im Handel befindlichen Werke und gleicht diese mit den Beständen der eigenen Datenbank ab. Auf diese Weise können nicht nur gestohlene Werke ihren rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden - jeder vierte Fall wird aufgeklärt - , sondern es lassen sich auch Schäden durch Versicherungsbetrug verhindern.
Die Veranstaltung mit Frau Dr. Seegers verspricht spannende Einblicke in ein weitgehend unbekanntes Arbeitsfeld zwischen Kunst und Krimi.
- Reihe
- stART
- Ort
- Wallraf-Richartz-Museum
- Treffpunkt
- Foyer
- Datum
- 08.03.2006
- Beginn
- 18:30 Uhr
- Preis
- 5 / 7 Euro
- Teilnehmer
- max.25
- Anmeldung bis
- 07.03.2006