In Szene gesetzt
01.06.2007
„What does the jellyfish want?“ – diese Frage wirft der Künstler Christopher Williams während eines Interviews auf, in dem er erläutert, warum ihn das Meerestier so fasziniert: Ohne Form, ohne Skelett, ohne Geschlecht ist die Qualle ein Wesen ohne Eigenschaften. In diesem Sinn steht das Meerestier als Metapher für die Fotografie in der zeitgenössischen Kunst und dient als Motto der Ausstellung: Was ist die Fotografie? Abdruck der Wirklichkeit oder Datenmaterial, das beliebig bearbeitet werden kann? Dokumentation oder inszeniertes Bild?
Die Ausstellung im Museum Ludwig gliedert sich in einen historischen Rückblick, der die surrealistische Fotografie um Man Ray, die Fotografien, Fotogramme und Collagen der Konstruktivisten sowie August Sanders „Menschen des 20. Jahrhunderts“ vorstellt. Die frühen Positionen werden dabei mit aktuellen Arbeiten in Bezug gesetzt, die sich chronologisch um die wichtigsten Schritte der Fotografie in der zeitgenössischen Kunst gruppieren.
Unsere Führung mit der Kuratorin der Ausstellung, Dr. Barbara Engelbach, geht dabei zugleich der Frage nach, wie man eine Fotosammlung aufbaut und sinnvoll erweitert. So wird auch der neuester Zugang und Wunschkandidat des Museums präsentiert: sieben Fotografien von Thomas Ruff, die in diesem Jahr anlässlich des 150. Jubiläums der Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig am 4. Mai 2007 Eingang in die Sammlung finden.
Diese und weitere Neuerwerbungen präsentiert uns Dr. Barbara Engelbach ebenso wie zahlreiche Schätze aus der Sammlung des Museums Ludwig.
- Reihe
- stART
- Ort
- Museum Ludwig
- Treffpunkt
- Kasse
- Datum
- 01.06.2007
- Beginn
- 19:00 Uhr
- Preis
- Inklusive Kunstnacht: Mitglieder frei / 8,- EUR Nichtmitglieder
- Teilnehmer
- max.30