www.jungekunstfreunde.de

Global - zentral
zurück

Global - zentral

23.08.2007

 

Ein Global Player ist das Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) eigentlich per definitionem: als eines der wichtigsten Häuser seiner Art in Deutschland vereint es Ausstellungsstücke aus Amerika, Afrika und Asien. Damit das Museum auch gebäudetechnisch wieder auf Weltniveau mitspielen kann, wurde bereits 1995 der Neubau des RJM im Herzen Kölns beschlossen. Das Haus war für die ständig wachsende Sammlung nach 100 Jahren nicht nur schlicht zu klein geworden. Nach zwei Jahrhunderthochwassern machte sich außerdem Schimmel in den Gemäuern breit, wodurch Teile der Ausstellungsfläche zum Notdepot für die zerbrechlichen Exponate umfunktioniert werden musste.

 

Im Jahr 2000 entwickelte das RJM dann als Basis für den Neubau ein neuartiges Betriebs- und Ausstellungskonzept. Parallel zur ständigen Präsentation der Highlights erlaubt in Zukunft eine flexible Architektur die zahlreichen kleineren, aber ebenso einzigartigen Stücke im ständigen Wechsel aus den Depots zu holen und zu zeigen.

Für die Bespielung der etwa 3600 qm Fläche verabschiedete sich das Haus auch vom international vorherrschenden Prinzip der Darstellung geografischer Großräume zugunsten einzelner kulturübergreifender Themenkomplexe.

Für dieses innovative Betriebskonzept wurden dann von über 200 Architekturbüros Entwürfe vorgelegt, wovon nun jedoch durch die desolate Haushaltslage der Stadt Köln nur eine abgespeckte Version realisiert werden kann: ein dreigeschossiger Komplex mit zwei Gebäuderiegeln und einem Lichthof, der das Wahrzeichen des neuen Museums, ein über 7 Meter hoher Reisspeicher von der Insel Sulawesi, beherbergen soll.

 

Welche Kriterien und weiteren bedeutenden Sammlungsstücke ausschlaggebend waren für die nun gebaute Architektur erläutert der Museumsdirektor Prof. Dr. Klaus Schneider.

 

 

Reihe
stART
Ort
Rautenstrauch-Joest-Museum
Treffpunkt
Foyer
Datum
23.08.2007
Beginn
18:30 Uhr
Preis
5,- EUR / 10,- EUR
Teilnehmer
max.25