Generationswechsel
13.06.2006
Die Kölner Domplatte war das berühmteste und zugleich umstrittenste Werk des in der Nachkriegszeit insbesondere durch Kirchenbauten bekannt gewordenen Fritz Schallers. Nach seinem Entwurf musste der Höhenunterschied zwischen dem Bahnhofsvorplatz und der Domplatte mit mehreren Aufgängen und Rolltreppen überwunden werden. Doch statt des beabsichtigten Stadtraumes entwickelte sich daraus eine unwirtliche Durchgangsfläche.
Daher wurde eine Generation später die Umgestaltung des Platzes zum zentralen Anliegen und mehrere Gutachterverfahren zur Umgestaltung des prominenten Stadtbereiches in die Wege geleitet.
Schließlich bekam das Architekturbüro Schaller / Theodor auch unter Berücksichtigung des bestehenden Urheberrechts des Büros den Auftrag. Rückbaupläne der Domplatte lagen dort bereits seit 1985 vor, die jedoch ständig modifiziert und weiter entwickelt wurden.
Die Lösung gibt sich im funktionalen wie im ästhetischen Sinne schlicht aber wirkungsvoll. So ermöglicht die 70m breite Treppe den Spagat zwischen ruhen und passieren, denn obwohl 250.000 Menschen die Treppe täglich nutzen, entwickelte sich das Bindeglied zwischen Domhügel und unterer Stadtebene vor dem Bahnhof zum beliebtem Sitzplatz. Auch durch die Neugestaltung des Platzes konnten Schmuddelecken entfernt und neue „alte“ Ansichten wie vor dem Alten Wartesaal wieder freigelegt werden.
Christian Schaller wird bei seiner Führung über die neu geschaffene Platzfläche von der Entstehungsgeschichte und über das Konzept der heutigen Lösung berichten, welches das historische Stadtareal einzubeziehen und ebenso die moderne Verkehrsführung sinnvoll zu organisieren hatte.
- Reihe
- stART
- Ort
- Am Haupteingang des Museum Ludwig
- Datum
- 13.06.2006
- Beginn
- 19:00 Uhr
- Preis
- 5,- / 7,-
- Teilnehmer
- max.25
- Anmeldung bis
- 12.06.2006