Ethno goes modern!
25.11.2010
Die lange Planungs- und Bauzeit hatte für die Konzeption des Hauses nicht nur Nachteile, denn so konnte immer wieder inhaltlich nachjustiert werden. Grundlegend war jedoch von Beginn an die bewusste Abkehr vom klassischen Völkerkundemuseum und damit von der Vorstellung, fremde Kulturen im Museum vollständig repräsentieren zu können. Stattdessen stehen nun die Menschheit verbindende Themen wie Wohnen, Rituale oder Kleidung aufgeteilt in 13 Parcours im Zentrum des Ausstellungskonzeptes.
So erfährt man unter dem Aspekt „Die Welt erfassen“, wie der Sammler Wilhelm Joest wohnte oder Max Freiherr von Oppenheim sammelte – heute befinden sich von ihm rund 1500 Objekte als Leihgabe im Museum. Weitere Bereiche sind u.a. dem „Körper als Bühne“ oder dem „inszenierten Abschied“ gewidmet.
Interaktive Elemente und multimediale Technik lassen den Besucher dabei oftmals selbst aktiv werden: So verdeutlicht ein riesiger „Globalisierungs-Tisch“ aus welchen Gebieten der Welt heute Menschen nach Deutschland immigrieren und ihre Kultur mitbringen. Umgekehrt zeigen Vitrinen, die sich auf Knopfdruck aktivieren lassen, aus welchem kulturellen Kontext ausgewählte Kunstwerke des Hauses ursprünglich stammen.
Oliver Lueb führt uns durch das neueste Kölner Museum und gibt uns einen exklusiven Einblick in das innovative Architektur- und Ausstellungskonzept des Hauses.
- Reihe
- stART
- Ort
- Rautenstrauch-Joest-Museum
- Treffpunkt
- Foyer
- Datum
- 25.11.2010
- Beginn
- 18:30 Uhr
- Preis
- 9,- / 12,- EUR
- Teilnehmer
- max.50
- Anmeldung bis
- 24.11.2010