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Ein Meisterwerk der Akustik
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Ein Meisterwerk der Akustik

06.02.2007

 

Akustik ist die Lehre vom Schall. Schon die Antike beherrschte die Gesetze der Akustik aufs Vollkommene. 330 Jahre vor Christus erbauten die Griechen Amphitheater in denen 2000 Menschen unter freiem Himmel so angeordnet waren, dass sie jedes Wort des Schauspielers verstehen konnten. Untersuchungen aus jüngster Zeit, an derartigen Bauten, haben ergeben, dass drei Grundprinzipien eingehalten werden müssen, um eine hervorragenden Akustik zu erreichen:

 

· Ein niedriger Störpegel

· Günstige Anordnung der Zuhörer

· Hinzufügung früher Reflexionen zum Direktschall

 

1977 als die Planung der heutigen Kölner Philharmonie begann, hätte der Bau schon am ersten Parameter für eine gute Akustik scheitern können. Das für die Bebauung gewählte Grundstück unterhalb des Domes stellte durch seine Lage im Grundwasser-Bereich des nahen Rheins, im Erschütterungsbereich der Bundesbahn und der Rheinschifffahrt und mit einem Umfeld von Verkehrslärmspitzen und schädlichen Emissionen höchste Anforderungen an die Bautechnik.

 

Die Architekten Peter Busmann und Godfrid Haberer, sowie zwei Akustik Ingenieur-Büros haben sich der Aufgabe gestellt und sie gelöst. Dass die Kölner Philharmonie „die Feuerprobe bestanden“ hat, beweisen die Zahlen. Pro Jahr kann das Gebäude über eine halbe Million Besucher in mehr als 350 Konzerten verzeichnen. Die Besucher kommen, weil die besten Musiker und Orchester aus aller Welt hier auftreten. Und die Künstler kommen, weil sie hier ideale akustische Bedingungen vorfinden. Nur wenn sich Musiker untereinander gut hören, sich selbst und die anderen kontrollieren, wird das Zusammenspielen gefördert und mit Spielfreude zu hoher Klangqualität gebracht.

 

Der Architekt Godfrid Haberer wird den jungekunstfreunden zwanzig Jahre nach Eröffnung der Philharmonie erzählen, wie dieses Meisterwerk der Akustik entstanden ist, was alles zu berücksichtigen war und auf welche Weise konvexe Schalen und konkave Rückwandflächen zur Optimierung des Schalls führen; so dass dem Zuhörer der Eindruck vermittelt wird, mitten im Klanggeschehen, ja gewissermaßen vom Klang umspült zu sein. Und das im Grundwasserbereich des Rheines.

 

Reihe
Studenten
Ort
Kölner Philharmonie
Treffpunkt
Bischhofsgarten 1, Verwaltungseingang der Philharmonie
Datum
06.02.2007
Beginn
17:00 Uhr
Teilnehmer
max.25