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Die Kunstwüste lebt
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Die Kunstwüste lebt

Sonderausstellung

21.06.2007

 

Bester Freund oder ärgster Feind? Nahrung oder Wesen mit Seele? Nutztier oder Teil der Familie? Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist komplex und spiegelt sich in den menschlichen Darstellungen vom Tier wieder.

 

Die Tierschau im Wallraf zeigt dies auf lebendige, lehrreiche und amüsante Weise. Mit dem Aufkommen der Zoos und der Naturkundemuseen im 19. Jahrhundert entdecken die Europäer ein bis dato völlig unbekanntes Tierreich: Tiger, Löwen, Nashörner oder Elefanten werden frenetisch bejubelt. Ebenso einschneidend, wie die neuen Motive, war zu dieser Zeit auch die darwinistische Lehre, welche das bisherige Weltbild völlig auf den Kopf stellte. Aber auch der Tierschutz oder die Fotografie veränderten Motivwahl und Sichtweise auf das Tier.

 

Wie reagieren Künstler auf diesen Wandel? Wie spiegelt sich der neue Blick auf das Tier in den Werken wider? Wie hat die Kunst ihrerseits das Bild der Tiere geprägt? - Die Tierschau gibt Antworten auf diese Fragen anhand von Bildhauerarbeiten von Antoine Barye und August Gaul und Gemälden von Frans Snyders bis Eugène Delacroix, Vincent van Gogh und Franz Marc. Sie erzählt bildgewaltig und eindrucksvoll vom Wandel der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Bemerkenswerte wissenschaftliche Illustrationen, präparierte Tiere, Skelette und Fossile ergänzen die moderne Präsentation der über 150 Exponate.

 

Dr. Andreas Blühm, Direktor des Wallraf, gibt mit dieser Ausstellung seinen Einstand in das Museum und führt persönlich durch seine Ausstellung. Die Tierschau geht nicht nur neue Wege mit Ihrer Präsentation und Ausstellungsarchitektur, sondern auch in Didaktik und Besucheransprache.

 

 

Reihe
Studenten
Ort
Wallraf-Richartz-Museum, Köln
Treffpunkt
Foyer des Museums
Datum
21.06.2007
Beginn
17:00 Uhr
Preis
Eintritt in das Museum, Mitglieder kostenlos
Teilnehmer
max.20