Die Hausapotheke vergangener Jahrhunderte
19.08.2004
Die kleinen Andachtsbildchen wurden zu Neujahr verschickt um den Beschenkten vor dem Tod bewahren, sie wurden in die Kleidung eingenäht, bei Erkrankung auf Wunden aufgelegt oder selbst eingenommen, dem erkrankten Tier ins Futter gemischt….
Eine „geistliche Hausapotheke“ die Deiner Oma sicherlich noch ein Begriff ist, wird heute insbesondere in den südlichen Ländern Europas noch immer von vielen (auch jungen) Menschen in Anspruch genommen. So haben beispielsweise in Italien oder Spanien die Taxifahrer häufig kleine Bilder des Hl. Christopherus, der einst Jesus auf seinen Schultern über den Fluss brachte, in ihrem Wagen, damit er sie sicher von einem zum anderen Ort bringt.
Mit der Ausstellung Verdacht auf Andacht. Unbekannte Graphik aus dem Museum Schnütgen zeigt das Museum eine Auswahl ihrer umfassenden Andachtsbildsammlung vom 16. bis zum 20 Jahrhundert. In einer großen Vielfalt bietet sich ein Querschnitt durch die christliche Ikonographie und verschiedene Arten des Drucks. Neben den bekannten Techniken, wie etwa dem Kupferstich oder der Lithographie, finden sich auch äußerst kunstvolle Sonderformen wie etwa Spitzen und Stanzbildchen. Diese Bilder lesen zu lernen eröffnet Dir eine neue unglaubliche Welt, die für den modernen Studenten kaum vorstellbar ist.
Begrüßung durch die Kuratorin der Ausstellung Frau Beer. Fürhung durch priv. doz. Ulrich Rehm, der auch schon bei unserer Kunstnacht dabei war. Dauer ca. 60min. Im Anschluß gehts in den kleinsten Biergarten Kölns.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Museum Schnütgen (Neumarkt, Kirche neben dem großen Bauloch)
- Treffpunkt
- Museumskasse
- Datum
- 19.08.2004
- Beginn
- 16:00 Uhr
- Preis
- Museumseintritt (EUR 1,90 erm.)
- Teilnehmer
- max.20
- Anmeldung bis
- 18.08.2004