Der rote Herring
Künstlergespräch
27.03.2007
„Ich denke immer: Was sagt es wohl aus? Dann wähle ich normalerweise den anderen Weg und deshalb bist Du am Ende völlig verwirrt. Das lässt sie [die Objekte] zu roten Heringen werden. Du hast die Glätte, diese Bewegung und dann bröckelt die Oberfläche.“ (Gereon Krebber)
Die teils überdimensionierten Objekte des Künstler Gereon Krebber sind häufig trotz einer simplen Form weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick ganz zu erfassen. In unzählige Schichten von handelsüblicher Klarsichtfolie gebettet, schlummern mit Gaffa-Tape umwickelte Fundobjekte in den riesigen Objektkörpern, deren Formen nicht mehr heraus zu lesen sind. Ein verwirrendes Nebeneinander stellt sich ein:
Die monumentale Skulptur scheint den Betrachter aus dem Raum zu drängen. Während die schiere Größe der Objekte eine spürbare Schwere suggeriert vermitteln Leichtigkeit und Transparenz des verwendeten Materials eine Art Schwerelosigkeit. In letzter Konsequenz zerfallen die Objekte, verlieren ihre Komplexität, schwanken zwischen Gleichgewicht und Ungleichgewicht. Die unerträgliche Lächerlichkeit des Seins erstickt in einem Lachen den verzweifelte Versuch zwischen den Zeilen eines abstrusen Textes zu lesen, an dessen Ende zwangsweise die ernüchternde Erkenntnis steht, dass einzig die Anwesenheit des Gegenstandes erfahrbar bleibt. Ein das ist was sich selbst nicht weiter erklärt und sich auch nicht erklären lässt. Ein Fragezeichen.
In den Räumen der Galerie Christian Lethert werden wir heute im Rahmen der aktuellen Ausstellung die Gelegenheit zum Künstlergespräch mit Gereon Krebber haben.
- Reihe
- Studenten
- Ort
- Galerie Christian Lethert, Köln
- Treffpunkt
- Antwerpener Str. 4, 50672 Köln
- Datum
- 27.03.2007
- Beginn
- 16:00 Uhr
- Teilnehmer
- max.20