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Autofieber
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Autofieber

08.10.2008

 

Entsprechend seinem Credo „Kunst gleich Leben – Leben gleich Kunst“ nahm sich Wolf Vostell (1932-1998) dem aktuellen Zeitgeschehen an. So entstanden zahlreiche Décollagen, d.h. eine von ihm erfundene Bildform auf Basis des Plakatabreißens, wie „Fidel Castro“ (1963) oder „Wochenspiegel/Beatles“ (1961/66).

Nach seinem Umzug nach Köln, wo er von 1959 bis 1971 wohnte, erlebte und gestaltete er den Aufstieg der Stadt zur internationalen Kunstmetropole entscheidend mit. Immer wieder bedeutsam sind in seinem Werk dabei die Motive der Reise und Bewegung, wie es sich auch in den Themen Auto und Verkehr spiegelt. So fand bereits 1958 ein erstes Happening in Paris mit TV-Geräten und Autoteilen statt, es folgten Happenings wie dem „Fernseh-Dé-coll/age für Millionen“ (1959) oder „Phänomene“ auf einem Autofriedhof (1965). 1969 begrub er dann im „Ruhenden Verkehr“, jenem sargähnlich einbetonierten Opel-Kapitän, des Menschen liebste technische Errungenschaft und Statussymbol in Beton.

Vostell gründete außerdem das „Vostell-Archiv“, mit welchem er sowohl sein Schaffen wie auch jenes der Künstler seiner Generation dokumentierte.

 

Die aktuelle Ausstellung im Kölner Stadtmuseum zeigt bislang unveröffentlichte Text- und Bildfragmente sowie Arbeiten Vostells und gibt damit Einblicke in die Entstehungsgeschichte der vielfältigen Projekte Vostells zwischen 1961 und 1971. Für die KunstPause verlosen wir fünf Tickets.

 

 

Reihe
stART
Ort
Stadtmuseum
Treffpunkt
Foyer
Datum
08.10.2008
Beginn
12:30 Uhr
Preis
EUR 0,-
Teilnehmer
max.5