Allerlei Modernes
23.04.2008
Besonders die Kunst der Gegenwart stellt nicht nur manchen ungeübten Betrachter vor Rätsel, sondern auch erfahrene Restauratoren kommen in Anbetracht der Materialvielfalt ins Schwitzen. Die Künstler der Moderne beschränken sich nämlich mitnichten auf Leinwand, Holz und Ölfarbe. Vielmehr hat beispielsweise ein Künstler wie Robert Rauschenberg mit Vorliebe Fundstücke wie Lumpen, Zeitungen, Holz und vieles mehr benutzt.
Die Restauration eines solchen Werkes erfordert also zunächst eine gründliche Bestandsaufnahme und Materialanalyse. Zudem muss abgewogen werden, ob und wie fehlerhafte Materialien ersetzt werden sollen.
Während die traditionell verwendeten Materialien von Malerei und Skulptur mittlerweile gut erforscht sind und zahlreiche Erfahrungswerte existieren, steckt die Forschung insbesondere zu Kunststoffen, wie sie seit Beginn der Moderne oft verwendet werden, noch in den Kinderschuhen. Hier ist eine Kooperation von verschiedenen Fachleuten unerlässlich. Bei schwer neu zu beschaffenden Materialien wie bei Rauschenbergs Zeitungsausrissen versuchen die Restauratoren meist die Originalteile so lange zu erhalten wie möglich, bevor sie gegebenenfalls ersetzt werden.
Zusätzlich zu Konservierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen betreuen und begleiten Restauratoren auch Leihvorgänge mit anderen Museen. Sie überprüfen den Zustand des Objektes vor dem Verleih und erstellen ein Bericht. Bei Ankunft an der Leihstätte und bei der Rückkehr ins ‚heimische’ Museum dient dieser Bericht dann als Grundlage.
Es führen die beiden Restauratorinnen Astrid Schubert und Kathrin Keßler.
- Reihe
- stART
- Ort
- Museum Ludwig
- Treffpunkt
- Eingang West
- Datum
- 23.04.2008
- Beginn
- 19:00 Uhr
- Preis
- 10,- / 5,- EUR
- Teilnehmer
- max.15
- Anmeldung bis
- 21.04.2008