Abstraktion & Religion
15.11.2008
Erstmalig konzentriert sich ein Museum ausschließlich auf Richters abstraktes Werk, das seit Mitte der 1970er Jahre entsteht und den größten Teil seines Oeuvres ausmacht. Insgesamt rund 40 Bilder aus der Zeit zwischen 1986 und 2006 werden gezeigt, die einen Überblick über Richters wechselndes Formen- und Farbrepertoire gegeben.
Für Richter sind abstrakte Bilder dabei „fiktive Modelle, weil sie eine Wirklichkeit veranschaulichen, die wir weder sehen noch beschreiben können, auf deren Existenz wir aber schließen können.“ Richter weiter „Diese bezeichnen wir mit Negativ-Begriffen: das Nicht-Bekannte, Un-Begreifliche, Un-Endliche, und sie schildern wir seit Jahrtausenden in Ersatzbildern mit Himmel, Hölle, Göttern und Teufeln. Mit der abstrakten Malerei schufen wir uns eine bessere Möglichkeit, das Unanschauliche, Unverständliche anzugehen, weil sie (…) mit allen Mitteln der Kunst „nichts“ schildert.“
Um das „Unanschauliche“ verständlicher zu machen, nähern wir uns Richters Abstraktionen in Ausstellung „Abstrakte Bilder“ mit dem Theologen und Richterkenner Dr. Thomas Hübner. Er erhielt im Jahr 2003 für seine Kirche das Bild „14. Februar 1945“ von Gerhard Richter.
- Reihe
- stART
- Ort
- Museum Ludwig
- Treffpunkt
- Foyer
- Datum
- 15.11.2008
- Beginn
- 16:15 Uhr
- Preis
- EUR 12,- / 6,-
- Teilnehmer
- max.25