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Mahtab Salman-nia
Nachdem das Wallraf mehrmals umgezogen ist, finden die Kunstwerke in einem Neubau (2001) des Architekten Mathias Ungers ihr endgültiges Zuhause. Auf drei Ebenen beherbergt das Museum die ständige Sammlung. Im Untergeschoß wird Raum für die Sonderausstellung bereit gestellt.
Im 1. Obergeschloß befindet sich die Mittelalter-Abteilung. Hier beherrscht die christliche Kunst das Thema. Es sind ehemalige Altar-, Andachts- und Heiligenbilder aus dem 12. - 16. Jahrhundert zu sehen. Die Räumlichkeiten für die Barockkunst öffnen sich im 2. Obergeschoß und bieten dank des Panoramafensters einen tollen Ausblick auf die Kölner Altstadt. Seit Herbst 2007 haben die Wände der Barockabteilung einen neuen Anstrich erhalten. Das Team von transportdesign hat mit moderner Ästhestik altes Ambiente erschaffen, so dass die Stilleben, Historienmalerei und Portraitkunst des 16. und 17. Jahrhunderts ihren Charme erneut erstrahlen lassen können. Das oberste Geschoß des Wallrafs beherbergt Malerei und Skulptur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Neben Bronzefiguren von Rodin befinden sich Gemälde von van Gogh und Cézanne, L. Corinth und vielen mehr...
In dem langen Namen des Museums verstecken sich drei Persönlichkeiten. Franz Ferdinand Wallraf war zunächst Lehrer, dann Professor und schließlich Direktor an der Alten Universität Köln. Er sammelte die unterschiedlichsten Objekte, Fossilien und Mineralien für seinen Unterricht. Später auch Altäre, Kirchenbilder, Heiligenfiguren u. v. m. die während der französischen Säkularisierung aus den Gotteshäusern entfernt wurden. Nach seinem Tod (1824) vermacht er seinen Besitz der Stadt Köln und ihren Bürgern. Doch die Stadt besaß für einen Museumsbau kein Geld. So steuerte 1854 Johann Heinrich Richartz über 200.000 Thaler für einen Museumsneubau hinzu. Der Kölner Rat nahm das Geld an und verknüpfte Richartz Namen mit dem von Wallraf. Ähnlich wie J. H. Richartz ist Corboud ein Geschäftsmann, der sein Vermögen in Kunst investiert. Im Jahre 2001 schenkte er fast 200 seiner privaten Bilder dem Wallraf. Seitdem befinden sich diese Werke im 3. OG. Für diese kostbare Bereicherung ergänzte das Museum seinen Namen ein weiteres und heißt nun Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud.
So entstand seit dem 18. Jhr. ein einzigartiges Museum, daß nicht nur die Sammlungen von drei bedeutende Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte in sich vereint, sondern gleichzeitig drei bedeutende, europäische Kunstepochen präsentieren kann.
Schaut herein und überzeugt Euch von der Vielfalt, die das Wallraf anbieten kann!
Roy Lichtensteins "Maybe", Andy Warhols "Brillo Boxes" oder George Segals "Restaurant Window", Ikonen der amerikanischen Pop Art, waren gerade vollentdet, als sie 1969 als Leihgabe ins Wallraf-Richartz-Museum einzogen. Die Werke stammen von Peter und Irene Ludwig, die die größte Pop Art Sammlung außerhalb der USA zusammengetragen haben.
http://www.museenkoeln.de/museum-ludwig/


Der Name ist bei den Freunden des Wallraf-Richartz-Museums und des Museum Ludwig Programm: Sie verstehen sich als Freunde und Mittler zwischen Museum und kunstintereßierter öffentlichkeit. Sie unterstützen die musealen Kernbereiche Sammeln, Erforschen, Außtellen und Vermitteln. Aus dem Förderverein rekrutieren sich zudem zwei ehrenamtliche Kreise: der Informationsdienst (zur Erteilung von Auskünften an Besucher am Infostand der beiden Museen) und der Arbeitskreis (zum Durchführen von Museumsführungen). Ergebnis dieses Engagements ist ein sehr umfangreiches und anspruchsvolles Veranstaltungsprogramm. So vielschichtig wie ihre Aktivitäten ist auch die Zusammensetzung der Mitglieder der Freunde. Sie kommen aus allen Gesellschaftskreisen mit unterschiedlichsten beruflichen Tätigkeiten und gehören verschiedensten Altersgruppen an. Freunde finden sich nicht nur in Köln, viele kommen aus dem Umland, einige sogar aus dem Ausland. Die rund 4.000 Mitglieder zählenden Freunde zeichnen sich nicht nur durch Intereße und Begeisterung aus - sie vergrößern durch ihr aktives Engagement den Resonanzraum der Museen in der öffentlichkeit und tragen so zu einem lebendigen Museumsgeschehen bei. Ihr Beitrag bei kulturpolitischen Diskußionen ist dementsprechend groß.

Das Universitätssiegel ist seit dem 6. Dezember 1392 in Gebrauch. Es zeigt Maria und das Jesuskind, das von den heiligen Dreikönigen angebetet wird. Die heiligen Dreikönige sind die Schutzpatrone von Köln. Maria wurde schon auf den Siegeln anderer Universitäten wie Paris, Bologna oder Wien als "Sitz der Weisheit" dargestellt. Im unteren Teil des Siegels ist das Kölner Wappenschild abgebildet. Dieses Programm weist auf die Besonderheit hin, daß die Universität als städtische Hochschule von den Bürgern und nicht von Fürsten gegründet wurde. Die Umschrift lautet "S(igillum) universitatis studii s(an)c(ta)e civitatis coloniensis". Der guterhaltene Siegelstempel befindet sich heute im Kölnischen Stadtmuseum.
Der Museumsdienst Köln ist als zentrales Institut mit der Bildungsarbeit für die acht städtischen Museen, ihre Sonderaußtellungen und die Josef-Haubrich-Kunsthalle betraut. Er ist tätig für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Einzel- und Gruppenbesucher sowie für Schulen – kurz für alle Intereßierten und jene, die es werden wollen.
Museumspädagogen verschiedener für die Kölner Museen relevanter wißenschaftlicher Fachrichtungen, Kunst- und Geschichtslehrer der Museumßchule sowie Künstler arbeiten hier im Team zusammen. Der Museumsdienst richtet Führungen für Gruppen aller Art, Unterrichtsgespräche für Schüler aller Schulformen, bildnerisch-praktische Kurse und weitere Veranstaltungen aus und erschließt die Museen und Sonderaußtellungen durch seine Publikationen.
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